Bio-Deutsch

Fabio Costa (São Paulo, 1971) hat als Dirigent ca. 300 Dirigate und 500 Werke zwischen den Sparten Symphonie (inkl. Pops) und Oper mit einem Publikum von über 150.000 Zuhörer zu verzeichnen. Als Komponist ist er Preisträger bedeutender nationalen Auszeichnungen in seinem gebürtigen Brasilien und ist im Bereich mikrotonaler Harmonik an bahnbrechenden internationalen Projekten beteiligt. Aus dieser Grundlage entwickelt er seitdem ein ungewöhnlich breitgefächertes musikalisches Tun, welches sich von der Komposition bis zum Dirigieren ausdehnt und Erfahrungen auch durch den Instrumenten Oboe, Horn, Bratsche und Gesang beinhaltet.

Seit 2015 lebt und arbeitet Costa in Berlin und hat Lehraufträge (vokale Korrepetition) an der UdK (Universität der Künste) in Berlin (2016-2019) und an der Hochschule für Musik Felix Mendelssohn in Leipzig (ab 2016), wo er auch musikalische Leitungen von Opern-Produktionen übernimmt („Postcard form Marocco“ von Dominick Argento, in 2018, „Le Portrait de Manon“ von Massenet in 2019) und demnächst im Januar 2020 mit „Klassische Moderne“ (4 Kurzopern von Hindemith, Krenek und Hartmann) am Klavier und am Pult. Zwischen September 2016 und Februar 2018 hat er intensiv an der Musikschule Lichtenberg das Klavier unterrichtet. Auch in weiteren Rahmen führt er eine Ständige Konzerttätigkeit vor allem als kollaborativer Pianist in Berlin und Umgebung; seit 2017 betreut er Chanson-Kurse an der Volkshochschule Lichtenberg mit Chansonnière Gina Pietsch zusammen, so auch in 2018 den Interpretations-Kurs an der „Filmuniversität Babelsberg“ in Potsdam.

In 2011 wurde Costa Preisträger des Wettbewerbes der Brasilianischen Biennale Zeitgenössischer Musik mit "In 4 Dimensionen" für Orchester, von der Sinfonica Nacional dann uraufgeführt. Der Kompositionpreis der Brasilianischen Akademie der Musik wurde 2008 für sein Werk "Psalmen für die Erde" verliehen – eine Choralkantate, wo 19-Limit tonalen Harmonien in Reiner Stimmung schon vorkommen.

Die Auseinandersetzung mit der 31-gleichstufigen Unterteilung der Oktave hat zu r Zusammenarbeit mit der Huygens-Fokker Stiftung Amsterdam geführt mit Kompositionsaufträge und Uraufführungen im Muziekgebow an 't Ij in Amsterdam seiner „...and while there he sighs...“ für Fokker-Orgel und Alt Solo (2017) und der "Aphoristische Madrigale" für SATB soli und Fokker-Orgel mit großem Erfolg.

Als Zwischenstation – und in Zusammenhang mit der Geburt seines Sohnes Natan – hat Costa zwischen 2011 und 2014 ein erfolgreiches Musikunternehmen in São Paulo gegründet, aufgebaut und geführt, in dem er auch als Pianist in Hunderten von Aufführungen an der Front stand.

Zahlreiche Dirigate hat Costa als Dirigent zu verzeichnen; zwischen 2008-2009 als Assistent mit dem Filarmonica de Minas Gerais, auch im Bereich Oper in Häusern wie Palácio das Artes (Belo Horizonte, 2009) und Amazonas Oper (Manaus, 2007). Als Gastdirigent ist Costa mit vielen professionellen und Jugend-Orchestern in Brasilien zwischen 2004-2007 aufgetreten.

In den Vereinigten Staten (USA) war Costa zwischen 2000 und 2003 als Associate Conductor mit dem Spokane Symphony Orchestra und als Director of Orchestras mit den Studenten-Orchester des Eastern Washington University (WA) tätig. In der Saison 1999-2000 war Costa mit dem jungen Ribeirão Preto Symphonikern (São Paulo, Brasilien) tätig.

Costa wurde zwischen 1996 und 1999 als Stipendiat des brasilianischen Bildungsministerium an der Universität für Musik und Darstellende Kunst in Wien in den Fächern Korrepetition und Dirigieren ausgebildet; während der Zeit hat er auch intensiv in den besten Chören jener Stadt mitgewirkt, wie Wiener Singverein, Concentus Vocalis, Schönberg Chor, Wiener Kammerchor.

In 1995/96 hat Costa sich als Stipendiat der VITAE-Stiftung (Brasilien) an der Budapester Franz Liszt Musikakademie im Fach Oboe spezialisiert, nachdem er 1994 einen Bachellor’s in Oboe Performance (São Paulo, 1994) abgeschlossen hatte; dabei war er mehrere Jahre als Solo-Oboist beim OER-Orchester (São Paulo, 1989-1995) tätig und ist oft als Kammermusiker sowie als Solist aufgetreten (Oboenkonzerte: Mozart 1994, Strauss 1993) – hat aber auch als Bratschist im Orchester seine Erfahrung gemacht.

Sein Weg zur Musik ist stark von dem 2-Jährigem Aufenthalt in Deutschland als 11- bis 12-Jähriger und anschließender Besuch einer Deutschen Schule in Brasilien beeinflusst. Costa ist auch ein italienischer Staatsbürger und spricht fließendes Deutsch, Englisch, Italienisch, Spanisch, Portugiesisch, funktionelles Französisch und Ungarisch und elementares Russisch.

Als musikalische Hobbys pflegt Costa gerne das Musizieren in Ensembles wie Chor und Bläserensemble: in Berlin hat er schon mit dem Berliner Oratorienchor, Bach-Chor der Gedächtniskirche und Berliner Singakademie mitgewirkt, sowie in Ensembles wie Windwerk Berlin (Horn) oder Berlin Concert Brass (Bariton Saxhorn). Zu den nicht ganz musikalischen Hobbys gehören die Besuchen mit seinem 7-jährigen Sohn Natan zum Schwimmbad und zum 3-D Kino, welche auf keinen Fall fehlen können.

www.fabiocosta.info

Stand: Juni-2019